Neues von NFON: 3 Bedenken gegenüber Cloud-Services und 3 Argumente, warum diese unbegründet sind

Eine kürzlich von techconsult in Kooperation mit NFON durchgeführte Studie hat die schnell wachsende Nachfrage nach Cloud-Services bestätigt. Interessanterweise hat die Studie auch einige der größten Hürden ans Tageslicht gebracht, die Organisationen vom Wechsel zur Cloud bislang abhalten. Ein Ergebnis sticht besonders hervor: Mehr als 50 Prozent aller Organisationen mit über 1.000 Mitarbeitern äußern generelle Bedenken gegenüber der Cloud-Technologie. Gleichzeitig räumte fast jeder zweite Studienteilnehmer ein, dass diese Einschätzung eher auf Bauchgefühl und weniger auf Fakten beruhte.

Einschätzung der Cloud – Fakten oder Bauchgefühl?

Nur wenige Entwicklungen haben in den vergangenen Jahren die Welt der IT und Telekommunikation so sehr in Bewegung versetzt wie Cloud-Lösungen. Gartner geht davon aus, dass innerhalb der kommenden vier Jahre mehr als 1 Billion US-Dollar für den Übergang zur Cloud-Technologie ausgegeben wird. Dabei mag es gerade dieser Aspekt der Disruption sein, der einem Paradigmenwechsel gleicht und Unbehagen verursacht. Viele Unternehmen fühlen sich ganz einfach überfordert in Anbetracht der hohen Geschwindigkeit, mit der sich die Cloud-Technologie entwickelt.

Wir wollten es genauer wissen und haben die Wahrnehmung der Cloud-Technologie aus Sicht von Unternehmen unterschiedlicher Größen – vom Kleinbetrieb bis zum Großkonzern – und aus verschiedenen Branchen – einschließlich öffentlicher Institutionen – untersucht. Im Folgenden nehmen wir drei der am häufigsten genannten Bedenken unter die Lupe und machen den Fakten-Check um herauszufinden, wie berechtigt die kritische Einschätzung tatsächlich ist.

Bedenken Nr. 1: Unberechtigter Zugriff

Sobald Sie sich von Ihrem Inhouse-System verabschiedet haben und auf Cloud-Technologie setzen, wird Ihre neue Lösung von einem Cloud-Serviceanbieter betrieben – Sie können sie nicht mehr anfassen und noch nicht einmal mehr sehen! Wie stellen Sie also sicher, dass nur autorisierte Personen Zugriff erhalten? Die Antwort lautet: Darüber müssen Sie sich keine Gedanken mehr machen, weil sich Ihr Cloud-Anbieter darum kümmert.

Zugriffssicherheit wird zwischen autorisierten Nutzern und dem Cloud-Anbieter eingerichtet. Sie sorgt für die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards auf Enterprise-Niveau, unter anderem durch Methoden wie Authentifizierung, Profilerstellung von zugreifenden Geräten, Verschlüsselung, Protokollierung, Alarmierung und so weiter. Tatsächlich wäre die Einrichtung und das Management solcher Sicherheitsstandards, wie sie die meisten Cloud-Anbieter anwenden, eine unlösbare Aufgabe für kleinere und mittelständische Organisationen.

Bedenken Nr. 2: Datensicherheit

Wie sicher sind Ihre Daten, wenn diese beispielsweise zwischen Ihrem Smartphone und dem Cloud-Rechenzentrum Ihres Serviceanbieters ausgetauscht werden? Schlagzeilenträchtige Hacks wie vor einiger Zeit bei Dropbox helfen natürlich nicht gerade, dass Vertrauen in die Cloud in puncto Datensicherheit zu stärken. Andererseits haben sich Sicherheitsexperten den Dropbox-Fall einmal genauer angesehen und gehen davon aus, dass das Unternehmen für kurze Zeit die Umsetzung seiner Verschlüsselungsstandards aus den Augen verloren hat.

Verschlüsselung ist die allgemein anerkannte und bewährte Methode, um Risiken hinsichtlich der Datensicherheit zu minimieren. Anbieter von Cloud-Services verwenden von Vornherein integrierte Verschlüsselung, um sensible Daten, die in der Cloud gespeichert sind, vor nicht autorisiertem Zugang zu schützen. Sicherheitsverletzungen wie das Beispiel von Dropbox ergeben zwar plakative Schlagzeilen, sie sind jedoch eine seltene Ausnahme und gehören nicht zum Cloud-Alltag.

Bedenken Nr. 3: Ausfallsicherheit

Stromausfälle, Systemabstürze und Feuerschäden sind nur einige der Krisenszenarien, die Ihre IT- und Kommunikationssysteme zum Erliegen bringen können. Cloud-Serviceanbieter betreiben Hochleistungsrechenzentren mit mehrfachen Redundanzen hinsichtlich Software, Hardware und geographischer Instanzen. Selbst wenn es in Ihrem Bürogebäude einmal brennen sollte, sind die Daten Ihrer Organisation sicher und weiterhin verfügbar.

Doch nicht nur in Krisenszenarien, auch im ganz normalen Alltagsbetrieb schneiden Cloud-Lösungen in puncto Verfügbarkeit besser als als Inhouse-Systeme. Beispielsweise zeichnet CloudSquare die Verfügbarkeit der weltgrößten Cloud-Serviceanbieter in Echtzeit auf. Die Zahlen sprechen für sich – die Verfügbarkeitsraten der analysierten Services liegen stets zwischen 99,9 und 100,0 Prozent. Wir bei NFON geben Ihnen ebenfalls rund um die Uhr einen transparenten Überblick. Auf der Webseite NFON System Status können Sie jederzeit den Status unserer Systeme nachvollziehen. Wenn Sie sich für weitere Details zum Thema Verfügbarkeit interessieren, sollten Sie einen Blick auf unseren letzten Blog-Post werfen.

Angst vor Veränderung trifft auf Handlungsbedarf

Viele der Bedenken gegenüber der Cloud hängen mit einer generellen Digitalisierungsangst zusammen. Dennoch sollten Unternehmen und Organisationen aus ihrer Position des Abwartens aufbrechen, sich von ihren Altsystemen verabschieden und auf moderne Lösungen setzen, um den Anschluss an den Technologiewandel nicht zu verlieren. Der Handlungsbedarf wächst, da es immer weniger Fachexpertise gibt, mit denen sich Altsysteme am Leben halten lassen. Darüber hinaus werden althergebrachte Kommunikationsstandards wie ISDN schon bald in vielen Ländern Europas abgeschafft.

Cloud-Services sind längst keine Zukunftsmusik mehr und die Phase, in der so genannte “Early Adopter” damit experimentiert haben, ist längst vorbei. Cloud-Lösungen sind ausgereift und bieten zahlreiche Vorteile, unter anderem schnelle Installation, sofortige Skalierbarkeit, reibungsloser Betrieb ohne versteckte Kosten, effizienterer Einsatz von IT-Ressourcen, flexible Verträge und nutzungsbasierte Preisgestaltung – um nur einige zu nennen. Besonders Startup-Unternehmen begeistern sich für die Vorteile der Cloud, doch dazu mehr in unserem nächsten Blog-Post – sehen Sie bald wieder vorbei!

Fazit: Unser Bauchgefühl ist nicht immer ein guter Ratgeber. Cloud-Services sind ihren ersten Anfängen längst entwachsen. Unser Fakten-Check zeigt, dass viele Bedenken unberechtigt sind – wenngleich es nachvollziehbar ist, dass einige Organisationen mit dem Eiltempo überfordert sind, in dem sich Cloud-Technologien und Cloud-Kommunikation entwickeln. Deshalb raten wir Ihnen, mit einem zuverlässigen Cloud-Serviceanbieter zusammenzuarbeiten. Entwickeln Sie eine auf Ihre Organisation abgestimmte Strategie und meistern Sie den Übergang in die Cloud Schritt für Schritt.

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Quelle: NFON Blogeintrag vom 17.11.2016